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Triesenberg

Das Bäärgiwiibi

Auf der Alp Bärgi lebte eine kleingewachsene Frau. Sie wurde schwanger, und es kam ein Kind zur Welt. Die Frau wollte aber vom Kind nichts wissen. So nahm sie einen Spaten und das Kind und ging ins Valorsch, wo sie an einer versteckten Stelle das Kind verscharrte. Seit dieser Tat muss die Frau jede Nacht als Geist vom Bärgi heruntersteigen und im Valorsch die Stelle besuchen, wo sie ihr Kind vergraben hat.

Das Doggi als Katze

Eine Triesenbergerin lag schlaflos im Bett und spürte, dass sie vom Doggi geplagt wurde. Sie hielt ein Auge halb offen, um zu sehen, wer das Doggi sei. Auf einmal hörte der Druck auf der Brust auf, und sie sah, wie eine Katze über das geschlossene Fenster hinaufkletterte und verschwand.

Das Doggi saugt

Manchmal sind der Schrättlig und das Doggi nicht drückend, denn sie können auch saugen. Vor allem bei Kleinkindern. So kam in Triesenberg einmal eine Frau zu ihrer Nachbarin, die ein Kleinkind hatte, um sich etwas auszuborgen. In der folgenden Nacht bekam das Kind eine geschwollene Brust und konnte kaum atmen und schlafen.

Das gezopfte Doggi

Eine Frau in Triesenberg war oft schlaflos und schwitzte. Als sie in einer solchen Nacht die Augen öffnete, sah sie ein altes Weib, das auf ihrer Brust sass. Dieses alte Weib hatte lang geflochtene Zöpfe. Die Frau packte einen der Zöpfe und rief laut: «Faar Du zum Teifl!». Das Doggi verschwand, und seitdem hatte sie Ruhe.

Das lange Leben

Zur Zeit der Hexenverbrennungen wurde in Triesenberg ein Mann wegen Hexerei gefangengenommen. Bevor er sein Haus verlassen musste, gab er seinem Sohn ein Stück Brot mit den Worten: «Die Jahre, die man mir zu Unrecht nimmt, sollst Du erhalten». Der Bub nahm das Brot und wurde 101 Jahre alt.

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