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Schellenberg

Das Hexenhaus im Hinteren Schellenberg

Im Hinteren Schellenberg lebte eine arme Bauernfamilie mit wenig Vieh. Da sie aber immer viel Milch hatten, war den Schellenbergern das Haus nicht geheuer. Einmal sah eine Nachbarin, wie die Bäuerin in diesem Haus einen Lappen an die Wand warf und damit Milch machte. Als das Haus eines Tages abbrannte, sah man, wie Hexen durch den Schornstein das Haus verliessen.

Der Geist im Bergerwald

Auf dem Weg von Schellenberg nach Mauren, im Bergerwald, lebt ein Geist, der die Menschen, die ihm im Wald begegnen, auf falsche Wege führt. Sie irren dann im Wald oder am ganzen Schellenberg die ganze Nacht umher und können sich erst beim Aveläuten wieder orientieren. Manchmal geschieht es auch, dass sie beim Aveläuten vor dem Büelkappili in Eschen stehen.

Die Mühle in Gamprin

Die Gampriner Mühle stand auf einem grossen Floss. So konnten die Gampriner die Mühle je nach Wasserstand plazieren. Um die Mühle jeweils an einen anderen Standort zu ziehen, bedurfte es der Kraft aller Einwohner von Gamprin. Einmal riss die Kette, an welcher das Floss befestigt war und das Floss wurde abgetrieben. Als die Gampriner dies bemerkten, eilten sie auf den Hinterschellenberg, um zu sehen, wohin es die Mühle getrieben hatte. Die Schellenberger spotten heute noch über die Gampriner, weil sie ihre Mühle auf dem Schellenberg gesucht hatten.

Die sündigen Hausbewohner

Im Schellenberger Riet stand einst ein Haus, und die Bewohner des Hauses nahmen es mit der Tugend und den Geboten nicht so genau. Eines Tages versank das Haus und seine Bewohner im Boden. An dieser Stelle entstand ein Tümpel, dessen Wasser gelb wie Schwefel war. Die Schellenberger nannten diesen Tümpel den bodenlosen Brunnen, weil man die Tiefe des Tümpels nicht messen konnte.

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