In Gamprin stand eine schwimmende Mühle, die Rheinmühle. Sie war an Ketten befestigt, doch wenn Lauf, Strömung oder Wasserstand des Rheins sich änderten, musste sie an einen günstigeren Ort verbracht werden. Das Versetzen der Mühle war im Dorf jeweils ein grosses Ereignis und alle Erwachsenen waren zur Hilfe angehalten. Dieser nicht ungefährlichen Aufgabe ging immer ein Gebet voraus, dass der Transport auch gelingen möge. Eines nachts, als ein gewaltiger Sturm durch das Rheintal fegte, rissen die Ketten der Mühle und sie wurde abgetrieben. Als die Gampriner dies am Morgen bemerkten, begaben sich einige Gampriner sogleich auf den Hinterschellenberg, um die Mühle allenfalls zu sichten. Noch heute macht man sich auf dem Schellenberg über die Gampriner lustig, weil sie ihre Mühle auf dem Berg gesucht hätten.
Die Rheinmühle in Gamprin
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