In Mauren lebte ein reicher, doch geldgieriger und geiziger Bauer. Obwohl er viel Land besass, schlich er sich in den Nächten doch oft auf seine Güter und versetzte die Marksteine, doch die Maurer konnten ihn nie dabei ertappen. Nach seinem Tod musste er zur Strafe bei den Marksteinen, die er versetzt hatte, geisten und dabei auf die Markpfähle schlagen. Immer um Mitternacht hörte man in Mauren das laute Klopfen. Eines Abends hörte eine Frau das Klopfen des Geistes. Sie öffnete das Fenster und rief laut: «Im Namen der heiligen Dreifaltigkeit, hör endlich auf!» Von da an wurde das Klopfen nie mehr gehört, und die Seele des geizigen Maurers war erlöst.

