Am Ellberg im Lobwinkel hat ein Lindwurm gelebt. Die Mälsner fürchteten sich vor ihm. Der Lindwurm hielt sich meist im Oberfeld, das damals noch Riedlandschaft und sumpfig war, auf. Damit der Lindwurm nicht ins Dorf gekommen ist, brachten die Mälsner ihm Futter ins Oberfeld. Ganze Kälber, Schafe und Ziegen erhielt er als Nahrung. Einmal spannten sie dort, wo es heute noch die Garnrechte heisst, grosse Netze, um den Lindwurm zu fangen, doch ohne Erfolg. Da beteten die Mälsner in der Not zur Gottesmutter und versprachen, zu ihren Ehren eine Kapelle zu bauen, wenn der Lindwurm verschwände. Kurz darauf verschwand der Lindwurm und wurde nie mehr gesehen. Um ihr Versprechen einzulösen, bauten die Mälsner das Kirchlein Mariahilf. Die Höhlen in der Felswand unweit der Kapelle heissen heute noch Draggalöcher.
Der Lindwurm
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«Der Lindwurm» erzählt von Brigitte Frick.Aus: Banzer, Roman: Wia ma bi üüs red [Medienpaket]. Eine Tonsammlung der liechtensteinischen Ortsmundarten. Triesen, 1998-2000.
Veröffentlichung mit Genehmigung von Dr. Roman Banzer.

