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Der Geigenspieler in Vaduz

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Ein Geigenspieler namens Hans-Jöri kam eines Abends, von Sargans kommend, über den Rhein und marschierte Richtung Vaduz, wohin er zum Geigenspiel aufgeboten worden war. Als er beim Galgen in der Vaduzer Altrütti vorbeimarschierte, riefen ihm ein paar gut gekleidete Leute zu, er solle ihnen folgen. Er folgte ihnen und traf eine lustige Gesellschaft, die sich an erlesenem Essen und Trinken gütlich tat. Er nahm an dieser Gesellschaft teil und spielte auf seiner Geige. Ein Herr aus der Gesellschaft sagte ihm, dass er sich über nichts wundern solle und vor allem nie auf jemandes Gesundheit trinken solle. Der Geiger wunderte sich darüber, doch vergass er die Mahnung bald, und er spielte, ass und trank. Bei einem grossen Schluck Wein sagte er zu sich selbst: «Gsundheit Hans, gsegnis Gott Hans.» Kaum hatte er das gesagt, war die ganze Gesellschaft verschwunden und er fand sich früh morgens allein auf dem Galgen sitzend.

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