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Das Poliloch

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Auf der Schaaner Alp Gritsch war ein Bündner Senn angestellt. Er hiess mit Vornamen Paul und wurde Poli gerufen. Einen Teil der von ihm zu Butter und Käse verarbeiteten Milch versteckte er in einer Höhle südwestlich unterhalb der Alphütte, und im Herbst nach der Alpabfahrt nahm er das Gestohlene mit und verkaufte es im Bündnerland. Seit seinem Tod musste er für diesen Diebstahl in der Höhle, in der er das Diebsgut versteckt hatte, geisten. Noch heute erwartet man Schnee, wenn es aus dieser Höhle herausschreit. Vier Schaaner gingen einmal in die Höhle, um den Poli zu sehen, Als sie sein Geschrei hörten, kehrten sie um und vor der Höhle sahen sie, wie sie rote, geschwollene Köpfe hatten. Auch die Sennen auf Gritsch lässt er nicht in Ruhe. Nachts macht er manchmal mit Viehketten auf dem Dach der Alphütte und des Stalls grossen Lärm. Wenn der Poli auf der Viehweide erscheint und das Vieh mit ausgestrecktem Finger abzählt, kann sich der Hirt sicher sein, dass ein Tier aus der Herde bald irgendwo abstürzt und stirbt.

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