Mauren/Schaanwald
- Das hässliche Schwein im Guler
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Oberhalb des Pfandbrunna, im Guler in Mauren stand das Haus eines Wucherers. Wenn man heute noch dort vorbei geht, hört man ein Klimpern, wie von Gold. Dort zählt der Geist des Wucherers sein Geld. Wenn man dann noch weiter bergan geht, begegnet einem ein sehr hässliches Schwein voller Borsten. Das ist der Geist des Wucherers, der zur Strafe für seine Sünden dort umgehen muss.
- Das verrittene Pferd
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Ein Maurer Bauer sagte zu seinem Knaben: «Geh, nimm das Pferd und sein Fohlen und führe die beiden auf das Ried.» Der Knabe ging in den Stall, nahm die Tiere und ging mit ihnen los. Auf dem Weg ins Ried trafen sie auf eine Hexe, die das Pferd im Vorbeigehen berührte. Am nächsten Morgen ging der Bauer ins Ried und fand das Ross ganz ermattet mit seinem Fohlen dastehen. Um die beiden Tiere herum war kreisförmig das ganze Ried plattgetreten. Der Bauer dachte sich, dass da jemand wohl mit dem Pferd im Kreis geritten sei. Nun, er trieb die Tiere zurück in den Stall, wo er die beiden Tiere anderntags tot auffand. Der Schinder, der die beiden Tiere verscharren sollte, sah auf dem Rücken des Pferdes einen schwarzen grossen Fleck. Hier musste jemand lange geritten sein. Er riet dem Bauern, den Stall aussegnen zu lassen, denn sonst würde dort kein Tier mehr überleben.
- Der Geist im Bergerwald
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Auf dem Weg von Schellenberg nach Mauren, im Bergerwald, lebt ein Geist, der die Menschen, die ihm im Wald begegnen, auf falsche Wege führt. Sie irren dann im Wald oder am ganzen Schellenberg die ganze Nacht umher und können sich erst beim Aveläuten wieder orientieren. Manchmal geschieht es auch, dass sie beim Aveläuten vor dem Büelkappili in Eschen stehen.
- Der Marksteinversetzer in Mauren
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In Mauren lebte ein reicher, doch geldgieriger und geiziger Bauer. Obwohl er viel Land besass, schlich er sich in den Nächten doch oft auf seine Güter und versetzte die Marksteine, doch die Maurer konnten ihn nie dabei ertappen. Nach seinem Tod musste er zur Strafe bei den Marksteinen, die er versetzt hatte, geisten und dabei auf die Markpfähle schlagen. Immer um Mitternacht hörte man in Mauren das laute Klopfen. Eines Abends hörte eine Frau das Klopfen des Geistes. Sie öffnete das Fenster und rief laut: «Im Namen der heiligen Dreifaltigkeit, hör endlich auf!» Von da an wurde das Klopfen nie mehr gehört, und die Seele des geizigen Maurers war erlöst.
- Der Pfandbrunna
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Der Pfandbrunna steht in der Binza, am nordöstlichen Dorfrand, unweit der Landesgrenze zu Österreich. Dort lebte einst ein Wucherer, der seine Darlehen zu horrenden Zinssätzen bis zu 50 % vergab und damit die Not der Leute schamlos ausnützte. Jetzt muss er im Pfandbrunna geisten, und zwar hört man aus dem Brunnen ein Murmeln, das wie «Achtzig für hundert» klingt.

