Gamprin/Bendern
- Das Teufelsloch
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Einem Schaaner Bauern wurde die Arbeit auf seinem Acker im Schaaner Riet zuviel. So nahm er ein Angebot des Teufels an, der ihm versprach, in einem Tag seinen Acker zu mähen, allerdings mit der Bedingung, dass die Arbeit vor dem Läuten der Kirche am Abend erledigt sein müsse. Gegen Abend war der Teufel bereits fast fertig mit seiner Arbeit und freute sich auf die Seele, als er von der Benderer Kirche das Abendläuten hörte. Er nahm den Wisbaum vom letzten Fuder Streue und schleuderte ihn im Zorn mit voller Wucht über den Rhein. Sein Zorn und die Wucht des Wisbaums waren so gross, dass sein Geschoss oberhalb von Gams und Sax ein Loch in die Berge schlug.
«Das Teufelsloch», gesprochen von Nicolas Biedermann (Hochdeutsch)
- Der Benderer Kirchturm
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Der Benderer Kirchturm hat etwas ganz Besonderes an sich: Er kündigt jeden Krieg an. Drei Tage vor Kriegsbeginn sieht man ein rotes Licht im Turm, und ein Adler zieht tagsüber hoch über dem Turm seine Kreise.
- Der Kirchenschatz von Bendern
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Es geht die Sage, dass es in Bendern einen Kirchenschatz gegeben hat, den der Mesmer in den Franzosenkriegen vor den Franzosen in Sicherheit brachte. Selbst, als ihn die Franzosen folterten und quälten, erfuhren sie das Versteck nicht. Während der Folter verstarb der Mesmer an den Qualen, und der Benderer Kirchenschatz wurde bis heute nicht gefunden.
- Der letzte Siedler auf dem Alpzinka
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Als die Pest im Land ausgebrochen war, flüchteten einige Familien in die Berge, um der Seuche zu entgehen. So zogen einige auf den Alpzinka nördlich der Plankner Alp Gafadura. Dort blieben sie auch nachdem die Pestzeit schon vorüber war. Auf dem Alpzinka blieb schliesslich noch ein Siedler übrig. Dieser beschloss, seine Güter auf dem Alpzinka an diejenige Gemeinde zu vererben, die ihn bis zu seinem Tod pflegte. In die Messe ging der Mann jeden Sonntag nach Bendern. Doch eines sonntags kam er nicht. Dies fiel einigen Planknern, die auch nach Bendern in die Messe zu gehen pflegten auf, und sie gingen zum Siedler hinauf, um nachzusehen, was los sei. Sie fanden ihn krank im Bett. Sofort brachten sie ihn nach Planken und pflegten ihn bis zu seinem Tod. Seitdem gehört der Alpzinka zur Gemeinde Planken.
- Die Mühle in Gamprin
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Die Gampriner Mühle stand auf einem grossen Floss. So konnten die Gampriner die Mühle je nach Wasserstand plazieren. Um die Mühle jeweils an einen anderen Standort zu ziehen, bedurfte es der Kraft aller Einwohner von Gamprin. Einmal riss die Kette, an welcher das Floss befestigt war und das Floss wurde abgetrieben. Als die Gampriner dies bemerkten, eilten sie auf den Hinterschellenberg, um zu sehen, wohin es die Mühle getrieben hatte. Die Schellenberger spotten heute noch über die Gampriner, weil sie ihre Mühle auf dem Schellenberg gesucht hatten.

