Eschen/Nendeln
- Das grüne Eichamännle
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Den alten Weg von Mauren über Rofaberg nach Bendern säumten früher viele Eichen. Wenn man diesen Weg beging wurde man oft mit Eicheln beworfen, und man hörte den Ruf: «Gutzko, di hommer oo!» Manchmal sah man bei einem Blick nach oben ein kleines grünes Männlein, welches von Ast zu Ast hüpfte und dabei andauernd kicherte. Doch kaum hatte man das Männlein erblickt, sass es auf einer anderen Eiche und trieb sein Spiel weiter.
- Das mutige Mädchen
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Beim Tüergga-Uusschelfara geht es immer recht lustig zu. So sass man in Eschen einmal in einem Haus an eben dieser Arbeit. Man schwatzte und erzählte und machte Spässe. Einmal kam die Rede darauf, wer denn wohl der oder die Mutigste in der Runde sei. Man wurde sich einig, dass, wer Mut hat, sich um Mitternacht auf den Friedhof traut und das Grabkreuz des Letztverstorbenen herauszieht und wieder hineinsteckt. Ein Mädchen meldete sich sogleich und tat kund, dass sie gewiss genug Mut habe dieses zu tun. Um Mitternacht verliess das mutige Mädchen die Runde und ging zum Friedhof. Es zog das Kreuz des Letztverstorbenen aus der Erde und steckte es sogleich wieder hinein, und wollte zurückgehen. Doch es kam nicht vom Fleck und glaubte der Geist des Verstorbenen oder der Teufel ziehe es ins Grab hinab. Der Schreck war so gross, dass das Mädchen sogleich tot umfiel. Dabei hatte es in seiner Eile nur einen Teil der Schürze mit dem Totenkreuz wieder zurück in die Erde gesteckt.
- Der Brunnengeist
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Bei den Schwabbrünna vor Nendeln ist ein Nachtgeist. Eines Abends zog eine Frau einen Karren an den Schwabbrünna vorbei, da wurde der Wagen immer schwerer. Sie blickte zurück und sah ein weisshaariges Männlein auf dem Karren sitzen. Aber in dem Moment, als sie das Männlein erblickte, verschwand der Geist.
- Der Geist auf Rofaberg
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Zwischen Rofaberg und dem Schneller in Eschen sieht man in der Nacht einen Mann in weissem Mantel. Es ist ein Ritter aus der ehemaligen Eschner Burg, der in jungen Jahren im Zorn seinen Bruder erschlagen hat.
- Der Geist im Bergerwald
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Auf dem Weg von Schellenberg nach Mauren, im Bergerwald, lebt ein Geist, der die Menschen, die ihm im Wald begegnen, auf falsche Wege führt. Sie irren dann im Wald oder am ganzen Schellenberg die ganze Nacht umher und können sich erst beim Aveläuten wieder orientieren. Manchmal geschieht es auch, dass sie beim Aveläuten vor dem Büelkappili in Eschen stehen.

